Sinnvolle Bildungskommunikation gegen die Krise am Ausbildungsmarkt

Cover der Podcastfolge FAMILY BUSINESS mit André Mücke, Geschäftsführer und Gründer der Deutschen Schulmarketingagentur DSA youngstar

FAMILY BUSINESS · 14.10.2021 · Gast: André Mücke, Geschäftsführer und Gründer der Deutschen Schulmarketingagentur DSA youngstar

André Mücke spricht mit Rolf Kosakowski und André Schulz darüber, wie Bildungskommunikation zwischen Schulen und Wirtschaft die Berufsorientierung unterstützen kann. Im Mittelpunkt stehen die Nachwuchsgewinnung für die duale Ausbildung und deren gesellschaftliche Wertschätzung gegenüber einem Studium. Das Gespräch beleuchtet außerdem die Digitalisierung an Schulen, organisatorische Hürden und die Rolle wirtschaftlicher Unterstützung. An Beispielen aus der Agenturarbeit erläutert Mücke, warum Ausbildungsbetriebe neben Sichtbarkeit auch konkrete Einblicke in Berufsbilder und Karrierewege vermitteln sollten.

Kernaussagen

  • DSA youngstar vermittelt zwischen Schulen und Wirtschaft und berechnet ihre Leistungen den Unternehmen, Verbänden und Institutionen, nicht den Schulen.
  • Mücke beschreibt Berufsorientierung als zentralen Ansatz, um Jugendlichen auch weniger bekannte Ausbildungsberufe und deren Perspektiven zugänglich zu machen.
  • Eine höhere Wertschätzung der dualen Ausbildung erfordert aus seiner Sicht Unterstützung durch Schulen, Politik und Familien sowie eine sichtbare Gleichbehandlung von Auszubildenden und Studierenden.
  • Bei der Digitalisierung erkennt Mücke Veränderungsbereitschaft an Schulen, sieht die Umsetzung aber durch Strukturen und unterschiedliche Zuständigkeiten erschwert.
  • Für die Nachwuchsgewinnung unterscheidet er zwischen der Sichtbarkeit eines Unternehmens und konkreten Informationen über Ausbildungsinhalte, Arbeitsalltag und Karriereaussichten.
  • Für die Bildungskommunikation erwartet Mücke einen Mix aus gedruckten Materialien, digitalen Angeboten und Netzwerken, über die Schulen und Unternehmen miteinander in Kontakt treten.

Häufige Fragen

Welchen Nutzen können Schulen aus einer Zusammenarbeit mit DSA youngstar ziehen?

Nach Mückes Darstellung erhalten Schulen Unterstützung dabei, Jugendliche auf das Berufsleben vorzubereiten und unterschiedliche Berufsbilder vorzustellen. Dazu nennt er unter anderem Bewerbungsratgeber und Informationsangebote zu Ausbildungsplätzen. Schulen bekommen dafür von der Agentur keine Rechnung.

Welche Grenzen nennt Mücke für die Kommunikation an Schulen?

Mücke schließt Kommunikation für Dinge aus, die süchtig machen, ebenso parteipolitische, rassistische oder sexistische Inhalte. Er betont außerdem, dass Botschaften und Bildmotive dem Alter der Kinder und Jugendlichen angemessen sein müssen.

Wie können Sie als Ausbildungsbetrieb über bloße Sichtbarkeit hinausgehen?

Mücke empfiehlt, konkret zu zeigen, was Jugendliche im Betrieb lernen können und welche Karrierewege ihnen offenstehen. Als Beispiel nennt er die Plattform „Mach’s wie wir“, auf der junge Beschäftigte ihren Arbeitsalltag in kurzen Videos vorstellen können. Solche Inhalte sollen Information mit Unterhaltung verbinden.

Benötigen Sie für die Azubi-Suche einen eigenen Social-Media-Kanal?

Nach Mückes Einschätzung sollte sich jeder Ausbildungsbetrieb mit Social Media beschäftigen, benötigt aber nicht zwingend einen eigenen Kanal. Gerade kleinere Betriebe können die laufende Betreuung personell oder finanziell oft nicht leisten. Als Alternative nennt er die Beteiligung an zentral organisierten Angeboten mit gemeinsam genutzten Kanälen.

Alle Podcastfolgen