Mit angstfreiem Marketing digitales Wissen an Kinder & Eltern vermitteln!
FAMILY BUSINESS · 24.11.2020 · Gast: Daniel Bialecki, Geschäftsführer der scoyo GmbH
Daniel Bialecki spricht mit Rolf Kosakowski und André Schulz über digitales Lernen und die Vermarktung der Online-Lernplattform scoyo an Eltern. Er erläutert, wie Geschichten und animierte Charaktere schulische Inhalte nachvollziehbar machen sollen und warum digitale Bildung mehr als Endgeräte und digitalisierte Arbeitsblätter benötigt. Im Mittelpunkt stehen eine Kommunikation ohne Angstmache, Content-Marketing zu schulischen Fragen und die geplante kostenlose Nutzung durch Lehrkräfte. Außerdem ordnet Bialecki den Wechsel von Super RTL zu Futurewhiz und die damit verbundenen technischen, inhaltlichen und organisatorischen Veränderungen ein.
Kernaussagen
- scoyo verbindet schulische Inhalte mit Geschichten und Alltagssituationen, um Kindern den Sinn des Lernstoffs zu vermitteln und ihre Motivation zu unterstützen.
- Bialecki versteht digitale Bildung als konzeptionelle Aufgabe, die eigens aufbereitete Inhalte und eine sinnvolle Integration in den Unterricht erfordert.
- Das Abo-Modell richtet sich an Eltern als Zahlende, während Kinder durch die Nutzung des Produkts überzeugt werden sollen.
- In der Kommunikation setzt scoyo laut Bialecki auf Lernmotivation statt auf Zukunftsängste und verzichtet auf saisonale Rabattaktionen.
- Ein Magazin zu schulrelevanten Fragen spielt im Content-Marketing eine wichtige Rolle, während Bialecki TV-Werbung vor allem einen Beitrag zur Markenbekanntheit zuschreibt.
- Mit der geplanten Öffnung für Lehrkräfte und der Zugehörigkeit zu Futurewhiz verbindet Bialecki neue Möglichkeiten für differenzierten Unterricht sowie die Weiterentwicklung von Technik, Inhalten und Teamstrukturen.
Häufige Fragen
Wie vermittelt scoyo schulische Inhalte?
Die Plattform bettet Lernstoff in Geschichten mit animierten Charakteren ein. Beispiele aus dem Alltag sollen Kindern verständlich machen, warum sie etwas lernen und wofür sie es nutzen können.
Was bedeutet angstfreies Marketing bei scoyo?
Bialecki beschreibt eine grundsätzlich positive Kommunikation, die nicht mit einer bedrohten Zukunft des Kindes oder schlechten Noten argumentiert. Stattdessen steht die Frage im Vordergrund, wie Kinder Interesse und Motivation am Lernen entwickeln können.
Warum reichen Tablets und digitale Arbeitsblätter für digitale Bildung nicht aus?
Nach Bialeckis Einschätzung schafft die Übertragung von Papierinhalten auf einen Bildschirm noch kein digitales Lernen. Dafür braucht es speziell aufbereitete Inhalte und Unterrichtskonzepte, die Möglichkeiten wie Filme, interaktive Modelle oder unterschiedliche Perspektiven sinnvoll nutzen.
Welche Rolle sollen Lehrkräfte bei der weiteren Entwicklung von scoyo spielen?
Bialecki kündigt an, scoyo für eine kostenlose Nutzung durch Lehrkräfte zu öffnen. Die Plattform soll selbstständiges Lernen und die Arbeit mit unterschiedlichen Lernständen unterstützen, ohne Lehrkräfte zu ersetzen.