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FAMILY BUSINESS · 14.10.2022 · Gast: Hannah König, Kommunikation und Organisationsaufbau bei Stapelstein, und Stephan Schenk, Designer und Entwickler des Stapelsteins
Hannah König und Stephan Schenk sprechen über die Entwicklung von Stapelstein aus der Beobachtung kindlicher Bedürfnisse nach Bewegung und freiem Spiel. Sie erläutern, wie persönliche Kontakte zu Handelspartnern, Kooperationen mit Influencer:innen und Empfehlungen die Vermarktung geprägt haben. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Wechsel ins Verantwortungseigentum nach unterschiedlichen Interessenlagen mit den anfänglichen Investoren. Das Gespräch behandelt außerdem internationale Vertriebserfahrungen sowie geplante Produktergänzungen und eine eigene Kita als Pilotprojekt.
Kernaussagen
- Stephan Schenk beschreibt den Stapelstein als Spielobjekt, dessen Form unterschiedliche Nutzungen ermöglicht, statt feste Spielabläufe vorzugeben.
- Hannah König führt die Entwicklung des Marketings auf intensive Beziehungspflege, schrittweises Ausprobieren und die anschauliche Darstellung der Nutzung in Bildern und Videos zurück.
- Neben dem eigenen Online-Shop nutzt Stapelstein Handelspartner für Familien sowie Kita- und Schulausstatter, wobei Empfehlungen von Eltern laut Gespräch auch den institutionellen Vertrieb unterstützen.
- Hannah erklärt, dass Stapelstein seit 2020 keine Kindergesichter in eigenen Medien und Werbematerialien zeigt und diesen Maßstab auch auf Kooperationen mit Influencer:innen anwendet.
- Nach dem Herauslösen der anfänglichen Investoren finanziert sich das Unternehmen laut den Gästen aus erwirtschafteten Gewinnen und reinvestiert diese im Rahmen des Verantwortungseigentums.
- Als Entwicklungsperspektiven nennen die Gäste modular ergänzende Produkte, bewegungsfreundliche Räume und eine geplante Kita in Berlin, für die zum Gesprächszeitpunkt Räumlichkeiten gesucht werden.
Häufige Fragen
Wie entstand die Idee für Stapelstein?
Stephan Schenk verbindet seinen beruflichen Hintergrund als Designer mit seinem Interesse an Bewegung. Durch Beobachtungen im Alltag von Kindern und Familien entwickelte er ein Objekt, das Bewegung und freies Spiel ermöglichen soll, ohne eine bestimmte Nutzung vorzuschreiben.
Welche Rolle spielen Influencer:innen im Marketing von Stapelstein?
Hannah König beschreibt Kooperationen mit Influencer:innen als wichtigen Zugang, um die Vielseitigkeit des Produkts im Alltag sichtbar zu machen. Die Beziehungen entstanden unter anderem aus eingehenden Anfragen und wurden durch persönliche Gespräche und Produkttests vertieft. Bei der Auswahl achtet Stapelstein laut Hannah auf gemeinsame Werte und darauf, dass die Partner:innen keine Gesichter ihrer Kinder zeigen.
Warum entschieden sich die Gäste für Verantwortungseigentum?
Die Gäste berichten von Spannungen zwischen ihrem Unternehmenszweck und den Renditeinteressen der anfänglichen Investoren. Mit Unterstützung aus dem Purpose-Umfeld konnten sie diese herauskaufen und den Wechsel ins Verantwortungseigentum umsetzen. Gewinne sollen im Unternehmen bleiben und weitere Entwicklungen finanzieren.
Welche Erfahrungen schildern die Gäste zur Internationalisierung?
Stephan Schenk berichtet von Vertriebspartnerschaften und Aktivitäten in mehreren europäischen Ländern sowie in Japan. Frankreich nennt er als Beispiel für einen Markt, dessen Zugang bislang schwieriger sei. Er vermutet, dass dort persönliche Überzeugungsarbeit und Empfehlungen stärker zum Marktzugang beitragen könnten.