Geldkluge Kinder und Eltern mit der Taschengeld-App Bling

Cover der Podcastfolge FAMILY BUSINESS mit Nils Feigenwinter, Mitgründer und CEO von Bling

FAMILY BUSINESS · 02.03.2023 · Gast: Nils Feigenwinter, Mitgründer und CEO von Bling

Nils Feigenwinter spricht mit Rolf Kosakowski und André Schulz über Finanzbildung für Kinder und Eltern sowie die Entwicklung der Taschengeld-App Bling mit zugehöriger Bezahlkarte. Im Mittelpunkt steht, wie Kinder durch eigene Erfahrungen mit Ausgeben, Sparen und Geldverdienen den Umgang mit Geld lernen können und welche Begleitung Eltern dabei übernehmen. Das Gespräch behandelt außerdem digitales Bezahlen, Datenschutz und das monatliche Gebührenmodell. Aus Marketingsicht erläutert Feigenwinter die Bedeutung von Empfehlungen unter Eltern, Pressearbeit und einer auf Familien ausgerichteten Produktentwicklung.

Kernaussagen

  • Feigenwinter beschreibt Finanzkompetenz als altersabhängigen Lernprozess, der vom Verständnis des Geldwerts über Sparziele bis zu Fragen nach Arbeit und Versicherungen reicht.
  • Bling verbindet nach seiner Darstellung selbstständiges Bezahlen mit Spartöpfen, Lerntipps und einer eigenen Ansicht für Eltern, die den Einsatz der Karte steuern können.
  • Digitales Bezahlen versteht Feigenwinter als Ergänzung zum Bargeld und als gemeinsamen Lernanlass für Kinder und Eltern.
  • Das Geschäftsmodell beruht auf einem monatlichen Betrag pro Karte und Kind; im Gespräch betont Feigenwinter zugleich den Stellenwert des Datenschutzes.
  • Empfehlungen unter Eltern bezeichnet er als wesentlichen Wachstumstreiber und nennt daneben PR, soziale Medien und Kooperationen mit Kindermagazinen als Marketingwege.
  • Die weitere Entwicklung soll nach seiner Vorstellung über das Taschengeld hinausgehen und Eltern stärker bei den Finanzen der gesamten Familie unterstützen.

Häufige Fragen

Wie soll Bling Kindern den Umgang mit Geld vermitteln?

Feigenwinter setzt auf Lernen durch eigene Erfahrungen: Kinder können bezahlen, Ausgaben nachvollziehen und mit Spartöpfen auf Ziele hinarbeiten. Lerntipps und spielerische Ansichten sollen dabei vermitteln, nicht mehr auszugeben als vorhanden ist und einen Teil des Geldes zurückzulegen.

Welche Möglichkeiten haben Sie als Eltern, die Kartennutzung zu begleiten?

Nach Feigenwinters Darstellung können Sie festlegen, wo die Karte funktioniert, und sie aktivieren oder deaktivieren. Eine eigene Elternansicht ermöglicht den Überblick; Schulden können mit der Karte laut Gespräch nicht gemacht werden. Mit zunehmendem Alter können Eltern mehr Freiheiten geben und auch darauf verzichten, einzelne Einkaufsorte einzusehen.

Soll die Taschengeldkarte Bargeld ersetzen?

Nein, Feigenwinter beschreibt digitales Bezahlen ausdrücklich als Ergänzung zum Bargeld. Er hält eine Kombination beider Zahlungsformen für sinnvoll und nennt Onlinekäufe als Anlass, den Umgang mit digitalen Zahlungen zu lernen.

Welche Marketingwege funktionieren für Bling laut Gespräch?

Feigenwinter nennt Empfehlungen von Eltern an andere Eltern als Hauptwachstumstreiber. Außerdem berichtet er von Pressearbeit, Facebook, Instagram, TikTok und Kooperationen mit Kindermagazinen. Bei TikTok beschreibt er eine direkte Verknüpfung zur App-Installation, ohne den Umweg über die Website.

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