Sound Check Europe 2026: Warum 96 % der Werbungtreibenden ihre Audio-Budgets halten oder ausbauen
Sandra Erdmann · 2026-05-13
Audio rückt ins Zentrum der Mediaplanung - europaweit und mit klarer Familien-Relevanz. KI-generiertes Editorial-Bild, keine reale Aufnahme: KB&B.
Zwei aktuelle Studien zeichnen dasselbe Bild: Die „Sound Check Europe 2026" von Bauer Media Audio (1.000+ Entscheider:innen, neun Märkte) zeigt, dass 96 % der Werbungtreibenden ihre Audio-Budgets halten oder ausbauen. Die „Podcast-Studie 2026" von Appinio und Podstars by OMR (1.041 Hörer:innen) zeigt, warum: 70 % hören wöchentlich Podcasts und nirgendwo wird Werbung so gut akzeptiert wie im Podcast. Sandra Erdmann ordnet ein, warum KB&B dem Video-Podcast-Hype für Kinder bewusst nicht folgt - und warum wir in unseren Kinder-Formaten weder Video noch werbliche Mid-Rolls vermarkten.
TL;DR
96 % der europäischen Werbungtreibenden halten oder erhöhen ihre Audio-Budgets (Bauer „Sound Check Europe 2026") - Audio etabliert sich als Pflichtkanal im Mediamix.
70 % der Hörer:innen konsumieren mindestens wöchentlich Podcasts, 50 % wöchentlich Video Podcasts (Appinio & Podstars „Podcast-Studie 2026", n = 1.041).
YouTube wird zur wichtigsten Podcast-Discovery-Plattform: 63 % nehmen Podcast-Content dort wahr (+8 PP YoY), 74 % nutzen YouTube für Video Podcasts.
Nirgendwo wird Werbung so gut akzeptiert wie im Podcast: nur 10 % empfinden Podcast-Werbung als „sehr störend" - der niedrigste Wert aller getesteten Werbeformate.
47 % der Werbungtreibenden wollen ihre Podcast-Spendings erhöhen, 82 % attestieren Podcasts hoch engagierte Audiences. Der größte Hebel bleibt Wirkungsnachweis: nur 13 % nutzen Audio-Attribution souverän.
Unsere Haltung als KB&B: Für Kinder-Formate setzen wir bewusst auf reines Audio - kein Video Podcast (Stichwort Screentime, Elternakzeptanz) und keine werblichen Mid-Rolls . Markenintegration findet bei uns narrativ und authentisch in der Folge statt, nicht als Unterbrechung.
Für Familienmarken in DACH heißt das: Podcast und Digital Audio gehören 2026 systematisch in den Mediaplan - mit Co-Listening-Logik, sauberer Attribution und einer klaren Trennung zwischen Eltern-/Erwachsenen-Formaten (wo Video Podcast Sinn ergibt) und Kinder-Formaten (wo Audio die richtige Antwort bleibt).
Bauer Media Audio hat Ende April 2026 gemeinsam mit Elevate Consultancy die neue Studie Sound Check Europe 2026 veröffentlicht. Befragt wurden mehr als 1.000 Senior-Entscheider:innen aus Agenturen und werbungtreibenden Unternehmen in neun europäischen Märkten - eine der umfassendsten Bestandsaufnahmen zur Audiowerbung in Europa.
Die Kernbotschaft ist eindeutig: Audio entwickelt sich vom flankierenden Reichweitenkanal zum strategischen Pflichtbestandteil moderner Mediaplanung. Aus Sicht von KB&B als Family Marketing Experts liefert die Studie damit eine wichtige Datengrundlage für die Frage, wie Familienmarken in DACH ihre Mediainvestitionen in den nächsten 12 bis 24 Monaten neu austarieren sollten.
1. Die zentralen Zahlen im Überblick
Die wichtigsten Befunde aus Sound Check Europe 2026 :
96 % der Werbungtreibenden planen, ihre Audio-Budgets zu halten oder zu erhöhen .
86 % betrachten Audio als Kernbestandteil ihrer Mediastrategie.
70 % bewerten Digital Audio als brand-safes Umfeld , 66 % heben die Kombination aus Broadcast-Reichweite und digitaler Targeting-Flexibilität hervor.
82 % sehen in Podcasts ein Format mit hoch engagierten Audiences , 47 % wollen ihre Podcast-Spendings erhöhen.
73 % sagen, dass stärkere Effektivitätsbelege sie zu höheren Audio-Investments bewegen würden - nur 13 % nutzen Audio-Attribution heute mit voller Sicherheit.
38 % nennen Vertrauen als größte Barriere bei der KI-Nutzung in Audio - Geschwindigkeit und Skalierbarkeit werden geschätzt, Markenrisiken und Auswirkungen auf Kreativität bleiben sensibel.
Hinzu kommt ein struktureller Befund, der die Wachstumsstory unterfüttert: Audio steht in Europa für rund ein Fünftel der gesamten Mediennutzung , erhält aber bisher nur etwa 5 % der Werbeinvestitionen. Diese Schere zwischen Nutzung und Spendings beginnt sich - das ist die zentrale These der Studie - jetzt messbar zu schließen.
„Werbungtreibende testen Audio nicht mehr - sie skalieren es. Wenn 96 % der Märkte ihre Audio-Budgets halten oder erhöhen, ist das ein…
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