Deutlicher Anstieg bei Mobile Games!

Ellen Yuji · 2023-03-16

Dubit zeigt: Die Zeit, die 6- bis 11-Jährige mit Mobile Games verbringen, ist zwischen 2021 und 2022 stark angestiegen.

TL;DR

Die Spielzeit von 6- bis 11-Jährigen mit Mobile Games ist laut Dubit deutlich gestiegen: USA 44 %, UK 37 %, Deutschland 25 %, Frankreich 22 %.

Fortnite Creative löst Roblox als meistbeachtete Plattform ab.

Für Familienmarken wird Gaming damit zum Reichweitenkanal - aber nur mit klaren Jugendschutz- und Transparenzregeln.

Was die Zahlen zeigen

Die USA verzeichnen 44 % Anstieg, UK 37 %, Deutschland 25 % und Frankreich 22 %. Der Zuwachs betrifft nicht nur die Häufigkeit, sondern vor allem die Verweildauer: Mobile Gaming rückt bei Kindern von einer Nebenbeschäftigung in die Rolle eines Hauptmediums.

In diesem Jahr sind laut Dubit alle Augen auf Fortnite Creative gerichtet. Im Jahr 2022 hatte Roblox noch die Nase vorn. Die Verschiebung zeigt, wie schnell Plattformloyalität bei Kindern kippt - eine Mediastrategie, die auf einer einzigen Plattform aufbaut, verliert innerhalb einer Saison an Wirkung.

Warum die Nutzung steigt

Ein Grund für den Anstieg könnten wirtschaftliche Sorgen sein - viele Familien verbringen mehr Zeit zu Hause. Dazu kommt: Das Smartphone ist in vielen Haushalten das erste eigene Gerät des Kindes und damit permanent verfügbar. Gaming ersetzt dabei nicht nur Fernsehen, sondern auch soziale Treffpunkte. Kinder verabreden sich im Spiel, nicht mehr nur auf dem Bolzplatz.

Was das für Familienmarken bedeutet

Gaming ist ein Sozialraum, kein Werbeblock. Wer dort auftaucht, muss einen Spielwert liefern - Skins, Maps, Mini-Games -, keine unterbrechende Werbung.

Plattformwechsel einplanen. Budgets sollten flexibel zwischen Roblox, Fortnite Creative und weiteren Umgebungen verschoben werden können.

Elternfreigabe mitdenken. Die Kaufentscheidung liegt weiterhin bei den Eltern. Transparenz über In-Game-Käufe und Datenschutz ist Voraussetzung für Vertrauen.

Wirkung messen statt vermuten. Reichweite im Spiel sagt wenig über Markenerinnerung aus. Beides gehört getrennt erhoben.

Wir prüfen solche Entwicklungen regelmäßig direkt bei der Zielgruppe - über unser FACT FAMILY Panel mit mehr als 30.000 Familienmitgliedern.

FAQ

Ab welchem Alter ist Gaming-Marketing sinnvoll?

Relevant wird es ab der Grundschule, weil dort die eigenständige Mediennutzung beginnt. Entscheidend ist weniger das Alter als die Frage, ob Eltern die Plattform kennen und akzeptieren.

Ersetzt Gaming klassische Kanäle im Kindermarketing?

Nein. Gaming ergänzt TV, Print und Handel, ersetzt sie aber nicht. Familienmarken erreichen Eltern und Kinder weiterhin über unterschiedliche Kontaktpunkte.

Wie vermeidet man Kritik an Werbung in Spielen?

Durch klare Kennzeichnung, keine Kaufaufforderungen an Kinder und Formate, die auch ohne Geldausgabe Spaß machen.

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