Drei Fähigkeiten für Kinder im KI-Zeitalter – was Familienmarken daraus lernen

Inka Springer · 2026-05-07

NYU-Professor Scott Galloway nennt drei Fähigkeiten, die Kinder im KI-Zeitalter wirklich brauchen. Inka Springer ordnet ein, was das für Familienmarken, Bildungspartner:innen und Kommunikation im DACH-Raum bedeutet.

TL;DR

NYU-Professor Scott Galloway nennt im Podcast „The Diary of a CEO" drei Fähigkeiten, die Kinder im KI-Zeitalter wirklich brauchen: Storytelling, Beziehungsaufbau und Resilienz gegenüber Ablehnung .

Frühere Wetten auf Mandarin oder Programmieren als Königsdisziplinen hätten sich nicht ausgezahlt – die beständigste Fähigkeit sei, aus Daten einen Erzählbogen zu formen.

LinkedIn-CEO Ryan Roslansky ergänzt: Neugier, Mut, Kommunikationsstärke und Mitgefühl werden im KI-Zeitalter wertvoller, nicht weniger wichtig.

Für Familienmarken im DACH-Raum heißt das: Kommunikation, Bildungspartnerschaften und Produktwelten müssen genau diese Soft Skills ernst nehmen – statt KI-Buzzwords zu reproduzieren.

Die Debatte um Future Skills hat 2026 eine neue Tonlage. In einer am 4. Mai 2026 veröffentlichten Folge des Podcasts „The Diary of a CEO" hat NYU-Marketingprofessor Scott Galloway in einem Gespräch mit Steven Bartlett klar Stellung bezogen, welche Fähigkeiten Kinder im KI-Zeitalter brauchen – und welche überschätzt werden. Die Empfehlungen sind nicht nur ein Bildungsthema. Sie sind ein direktes Signal an alle Marken, Verlage und Bildungspartner:innen, die Familien erreichen wollen.

Galloway: Mandarin und Code waren die falsche Wette

Galloway erinnert in dem Gespräch daran, dass viele Privatschulen vor rund einem Jahrzehnt massiv in Mandarin und Informatik investierten – in der festen Überzeugung, ihren Schüler:innen damit den entscheidenden Vorteil zu sichern. Sein Fazit fällt nüchtern aus: „‚Gott sei Dank kann mein Kind Mandarin', sagt derzeit niemand." Die vermeintlichen Königskompetenzen hätten sich in der Praxis nicht als Türöffner erwiesen, die sie versprachen.

Stattdessen rückt er drei Fähigkeiten in den Mittelpunkt, die seiner Einschätzung nach im KI-Zeitalter über Erfolg entscheiden.

1. Storytelling als beständigste Fähigkeit

Für Galloway ist Storytelling die zentrale Kompetenz: „Das ist die Fähigkeit, Daten zu betrachten, einen Erzählbogen zu entwerfen und diese Geschichte dann auf fesselnde Weise über alle möglichen Medien zu vermitteln." Die erfolgreichsten CEOs, so Galloway, seien fast ausnahmslos starke Erzähler – er verweist auf Jeff Bezos' Aktionärsbrief von 1997, Jensen Huangs Stadion-Keynotes und Alex Karp von Palantir, der seine Bilanzgespräche live über sein Smartphone führt.

„Das ist die Fähigkeit, Daten zu betrachten, einen Erzählbogen zu entwerfen und diese Geschichte dann auf fesselnde Weise über alle möglichen Medien zu vermitteln."

Quelle: Business Insider Deutschland, 4. Mai 2026 ; vgl. Business Insider US .

2. Beziehungen aufbauen – im Zeitalter automatisierter Auswahl

Die zweite Fähigkeit ist die Kunst, echte Beziehungen aufzubauen. Galloway argumentiert mit einem alltäglichen Beispiel: „Letztendlich werben drei verschiedene Anwaltskanzleien, drei verschiedene Investmentbanken und drei verschiedene CRM-Unternehmen um mein Geschäft. Zu wem habe ich die beste Beziehung, und mit wem möchte ich zusammenarbeiten?" Wenn KI-Systeme Angebote, Texte und Pitches angleichen, wird die menschliche Beziehung zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal.

Ergänzend hält er „ein grundlegendes Verständnis der Naturwissenschaften" für sinnvoll – als Fundament, nicht als Spezialisierung.

3. Resilienz: ein „Nein" hören und weitermachen

Die dritte Fähigkeit, die Galloway besonders bei jungen Männern bedroht sieht, ist die Resilienz gegenüber Ablehnung . Wenn er junge Männer mentoriere, gehöre es zu den…

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