Doppelte Validierung statt Bauchgefühl – Packaging-Designs direkt in der Zielgruppe getestet
Case Study · Kinder-Snacks Designtest · FMCG
KB&B testet mehrere Verpackungsdesigns für einen FMCG-Hersteller im Segment Kinder-Snacks – mit getrennter Befragung von Kindern und Eltern über FACT FAMILY, um Zielkonflikte sichtbar zu machen und belastbare Designentscheidungen zu ermöglichen.
Warum Packaging im Familienregal so gnadenlos ist
Verpackungen sind im Lebensmittelbereich oft der erste und wichtigste Touchpoint – besonders bei Produkten, die schnell im Vorbeigehen im Einkaufskorb landen. Das Kinderregal ist ein Hochdruck-Umfeld: Viele Produkte, ähnliche Versprechen, wenig Zeit. Kinder sind die eigentlichen Nutzer – sie wählen nach Sympathie, Farben und Figuren. Eltern sind die Gatekeeper: Sie prüfen Qualität, Nutzen und Vertrauen. Wer diese beiden Perspektiven nicht zusammenbringt, riskiert Fehlentscheidungen, die später teuer werden.
Eine Entscheidung – zwei Bewertungslogiken
Im Projekt ging es nicht darum, „das schönste Design" zu finden. Entscheidend war die Kombination aus Spontanwirkung und Aufmerksamkeit im Regalmoment, Markenfit und Qualitätseindruck für Elternvertrauen, Kaufbereitschaft als Conversion-Potenzial und echter Kinderpräferenz als Nutzernähe. Design gewinnt nur, wenn es sowohl Kinder aktiviert als auch Eltern beruhigt.
Design-Testing, das den Familien-Kaufprozess abbildet
KB&B setzte einen schnellen, kosteneffizienten und methodisch robusten Online-Designtest über FACT FAMILY um – mit klarer Trennung der Entscheidungsebenen. Die Eltern-Befragung prüfte Regalwirkung, Markenfit, Halo-Effekt und Kaufbereitschaft. Die Kinder-Befragung erfasste Sympathie, Spontanwahl und Ablehnungsreaktionen. Mehrere Verpackungsrouten wurden im monadischen Test bewertet – so wie im echten Regal, wo man selten fünf Varianten parallel vergleicht.
Die KPI-Scorecard für Packaging-Entscheidungen
Statt einer reinen Meinungsabfrage lieferte der Test eine entscheidungsfähige Scorecard: Gesamtgefallen, erster Eindruck, Regalwirkung, Markenfit, Halo-Effekt auf das Markenbild, Kaufbereitschaft, Auffälligkeit und Rankings. Das Ergebnis machte Zielkonflikte zwischen Kinderwunsch und Elternvertrauen sichtbar – und lösbar. Ein Design überzeugte besonders stark bei Kindern, während bei Eltern eine andere Route in den relevanten KPIs führte. Designs mit schwacher Performance konnten frühzeitig als Ausschlusskandidaten identifiziert werden.
Ergebnisse in Zahlen
- Dual-Test – Kinder + Eltern
- Monadischer Test – Unverzerrte Einzelbewertung
- ~10 Min. – Interviewdauer
- Scorecard – Entscheidungsgrundlage
Beteiligte Units
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