Altersunterschiede in Mediennutzung sind groß

Malte Pingel · 2021-06-18

Während bei der Altersgruppe 55+ das traditionelle Fernsehen an erster Stelle steht, findet man 18-34-Jährige in erster Linie online und bei Streamingdiensten.

TL;DR

18- bis 34-Jährige sind primär online und bei Streamingdiensten unterwegs, die Generation 55+ bevorzugt lineares TV.

Die Mediennutzung unterscheidet sich je nach Alter fundamental.

Familienmarken brauchen deshalb einen Media-Mix statt einer Leitgattung.

Generationenunterschied in der Mediennutzung

Während bei der Altersgruppe 55+ das traditionelle Fernsehen an erster Stelle steht, findet man auch in Deutschland 18-34-Jährige in erster Linie online und bei Streamingdiensten. Zwischen beiden Polen liegen die Eltern von Schulkindern - eine Gruppe, die beide Welten parallel nutzt und je nach Tageszeit wechselt.

Warum das für Familienmarken besonders relevant ist

Familien sind keine homogene Zielgruppe, sondern ein Haushalt mit mehreren Mediengenerationen. Die Kaufentscheidung entsteht häufig im Zusammenspiel: Kinder bringen Wünsche ein, Eltern prüfen, Großeltern kaufen. Wer nur einen Kanal belegt, erreicht selten alle drei Rollen.

Konsequenzen für die Mediaplanung

Gattungen nach Rolle zuordnen. Digitale Kanäle für Aufmerksamkeit und Aktivierung, klassische Medien für Reichweite und Vertrauen.

Zeitfenster nutzen. Der Familienalltag ist stark getaktet; die gleiche Botschaft wirkt morgens anders als am Abend.

Kreation je Kanal denken. Ein TV-Spot funktioniert selten unverändert im Social Feed.

Wirkung gemeinsam messen. Kanalsilos verzerren die Bewertung des Gesamteffekts.

Planung und Aussteuerung übernehmen wir in der Unit Media .

Häufige Fragen

Was bedeutet das für die Mediaplanung von Familienmarken?

Familienmarken müssen einen Media-Mix einsetzen, der sowohl digitale Kanäle (für junge Eltern) als auch klassische Medien (für Großeltern und ältere Zielgruppen) abdeckt.

Verliert lineares TV im Familienmarkt an Bedeutung?

Es verliert Anteile, bleibt aber für breite Reichweite und für ältere Zielgruppen ein wichtiger Baustein.

Wie findet man den richtigen Mix?

Über Zielgruppendaten statt Erfahrungswerte - idealerweise aus einer aktuellen Befragung der eigenen Käufergruppen.

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