KI ist das neue Google für die Gen Z: 5 strategische Insights aus den Jugendstudien 2025
Lennart Kosakowski · 2025-11-18
Künstliche Intelligenz ist zum wichtigsten Alltags-Werkzeug der Gen Z geworden. 84 % der Jugendlichen haben ChatGPT bereits genutzt.
Die unsichtbare Revolution im Jugendzimmer! Glauben Sie immer noch, dass Sie die Gen Z allein über TikTok-Reels und Instagram-Stories erreichen? Während Sie Ihre Social-Media-Strategie optimieren, hat eine stille Revolution das Verhalten von Jugendlichen fundamental verändert: Künstliche Intelligenz ist zu ihrem wichtigsten Alltags-Werkzeug geworden.
Die Relevanz dieses Wandels ist keine Spekulation, sondern wird durch aktuelle, repräsentative Daten aus den renommierten Jugendstudien JIM (Deutschland) und JAMESfocus (Schweiz) für das Jahr 2025 belegt. Die verblüffende Ähnlichkeit der Ergebnisse - von der Dominanz von ChatGPT bis zur pragmatischen, schulorientierten Nutzung - zeichnet ein klares Bild. Marketer können diese Strategien zuversichtlich auf den gesamten deutschsprachigen Jugendmarkt anwenden, denn dies ist kein lokales Phänomen, sondern ein generationenübergreifender Wandel.
Dieser Artikel destilliert die wichtigsten Erkenntnisse aus über 100 Seiten Forschungsdaten in fünf strategische, umsetzbare Insights für Marketingdirektoren, Produktmanager und Markenstrategen im Familien- und Jugendmarketing.
Die 5 wichtigsten Erkenntnisse für Ihre Markenstrategie
1. Hausaufgaben statt Hype: Jugendliche nutzen KI vor allem pragmatisch
Die zentrale Erkenntnis aus beiden Studien ist, dass die KI-Nutzung bei Jugendlichen primär zweckorientiert ist. Der anfängliche Hype weicht einem pragmatischen Einsatz im Alltag, insbesondere im schulischen Kontext.
Die Daten belegen dies eindrücklich:
In Deutschland nutzen 74 % der Jugendlichen KI für Hausaufgaben oder zum Lernen und 70 % zur Informationssuche (JIM-Studie 2025).
Die Nutzung zum reinen "Spaß" ist sogar leicht rückläufig (JIM-Studie 2025).
Auch in der Schweiz wird KI signifikant häufiger für Informationszwecke als zur reinen Unterhaltung genutzt (JAMESfocus 2025).
Analyse für Marketer: Marken sollten KI nicht als reines Entertainment-Gimmick betrachten. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Nützlichkeit . Anstatt eines flüchtigen AR-Filters könnte eine Baumarktkette einen KI-gestützten „Projekt-Planer" anbieten, der Teenagern hilft, ihr Zimmer zu gestalten und eine Einkaufsliste generiert. Positionieren Sie Ihre Marke als unverzichtbare Ressource, die echte Probleme löst.
2. ChatGPT ist der unangefochtene König, aber integrierte KI ist der strategische Schlüssel
Die Dominanz von ChatGPT ist überwältigend und macht das Tool zum Synonym für KI in dieser Zielgruppe.
In Deutschland haben 84 % der Jugendlichen ChatGPT bereits genutzt ; es ist nach Suchmaschinen das zweitwichtigste Recherchetool (JIM-Studie 2025).
In der Schweiz ist ChatGPT mit 680 Nennungen das mit Abstand meistgenutzte Tool (JAMESfocus 2025).
Die wahre strategische Chance liegt jedoch nicht in alleinstehenden Anwendungen, sondern in der KI, die bereits in die Plattformen eingebettet ist, in denen Teenager ihr digitales Leben führen. Ein zentrales Beispiel ist "My AI" von Snapchat .
Analyse für Marketer: Marken sollten die Entwicklung von KI-Chatbots und -Features auf Plattformen wie Snapchat, Instagram und TikTok genau beobachten und frühzeitig für eigene, nahtlose Markenerlebnisse nutzen.
3. Hohes Vertrauen trifft auf geringe Kompetenz: Eine Chance mit Verantwortung
Die Haltung der Jugendlichen gegenüber KI ist ambivalent: Sie vertrauen den Ergebnissen, fühlen sich aber gleichzeitig im Umgang mit den Risiken unsicher.
57 % der deutschen Jugendlichen halten Informationen aus…
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