Generation X
Familienmarketing Lexikon · Zielgruppen
Zur Generation X zählen nach dem Pew Research Center die Jahrgänge 1965 bis 1980. Im Kalenderjahr 2026 werden diese Jahrgänge 46 bis 61 Jahre alt. Für Familienmarken sind sie vor allem als Eltern von Schulkindern, Teenagern und jungen Erwachsenen interessant.
Was ist die Generation X?
Generation X (kurz Gen X, auch GenX) bezeichnet die Geburtsjahrgänge zwischen den Baby Boomern und den Millennials. Das Pew Research Center fasst darunter die zwischen 1965 und 1980 Geborenen: 16 Jahrgänge, genauso viele wie bei den Millennials (1981-1996).
Der Name geht auf das gleichnamige Buch von Jane Deverson und Charles Hamblett (1964) zurück und wurde 1991 durch Douglas Couplands Roman „Generation X: Tales for an Accelerated Culture“ bekannt.
Generationsgrenzen sind Konventionen. Pew selbst bezeichnet sie als Werkzeug und nicht als exakte Wissenschaft. Seit Mai 2023 verwendet Pew Generationenlabels nur noch dort, wo sie einen erkennbaren Mehrwert bringen, und vergleicht sonst nach Alter.
Welche Jahrgänge gehören zur Generation X, und ab wann beginnt sie?
Nach Pew beginnt Generation X mit dem Jahrgang 1965 und endet mit dem Jahrgang 1980. Wer 1981 geboren wurde, zählt nach Pew schon zu den Millennials.
Das Alter ergibt sich als Kalenderjahr 2026 minus Geburtsjahr; je nach Geburtstag liegt die tatsächliche Altersangabe ein Jahr darunter.
Wie alt ist Generation X heute?
Im Kalenderjahr 2026 werden die Jahrgänge der Generation X 46 bis 61 Jahre alt.
Warum sind Gen-X-Eltern für Familienmarken relevant?
Wer zwischen 1965 und 1980 geboren wurde, hat heute je nach Familiengründung Kinder im Schul-, Teenager- oder jungen Erwachsenenalter. Das ist eine Einordnung aus der Altersspanne und keine gemessene Verteilung.
Dazu passt ein Blick auf die Teenager im Haushalt. Die JIM-Studie 2025 des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs) befragte 1.200 Jugendliche von 12 bis 19 Jahren, Befragungszeitraum 2. Juni bis 12. Juli 2025. Diese Jugendlichen gehören überwiegend zur Generation Z, die jüngsten schon zur ältesten Generation Alpha. Die Befunde beschreiben also die Kinder von Gen-X-Eltern und nicht die Gen-X-Eltern selbst:
- Die durchschnittliche Smartphone-Bildschirmzeit liegt bei knapp vier Stunden täglich. Sie steigt von unter drei Stunden bei 12- bis 13-Jährigen auf über viereinhalb Stunden bei 18- bis 19-Jährigen.
- 74 Prozent nutzen KI-Anwendungen für Hausaufgaben oder zum Lernen (2024: 65 Prozent).
- Zwei Drittel (68 Prozent) fällt es schwer, die eigene Bildschirmzeit zu regulieren.
Für Eltern von Teenagern heißt das: Mediennutzung, Selbstregulierung und KI sind Alltagsthemen, bei denen Familienmarken Orientierung bieten können. Wie stark Eltern bei Teenagern mitentscheiden, hängt vom Produkt und vom Alter ab; Teenager entscheiden bei vielem selbst mit.
Wie unterscheidet sich Generation X von den Millennials?
Formal durch den Jahrgang: Gen X endet 1980, die Millennials beginnen 1981. Unterschiede im Verhalten sind oft auch Unterschiede der Lebensphase: Menschen in verschiedenen Lebensphasen verhalten sich verschieden, unabhängig vom Jahrgang (Pew, 2023). Für Familienmarken ist deshalb die Lebensphase, also das Alter der Kinder und das Alter der Eltern, meist die belastbarere Planungsgröße als das Generationenlabel allein.
Das aktuelle Erstgeburtsalter zeigt, warum junge Elternschaft heute eher bei Millennials und jüngeren Jahrgängen liegt: 2025 waren Mütter bei der Geburt des ersten Kindes im Schnitt 30,5 Jahre alt, Väter 33,3 Jahre (Statistisches Bundesamt). Rechnerisch gehört ein durchschnittliches Elternpaar, das 2025 sein erstes Kind bekam, zu den Jahrgängen um 1992 bis 1995, also zu den Millennials. Das ist ein Durchschnitt und keine Verteilung. Gen-X-Eltern haben ihre Kinder im Schnitt früher bekommen und sind heute deshalb häufiger Eltern von Teenagern.
Was kommt nach der Generation X?
Auf Generation X folgen die Millennials (Generation Y, 1981-1996 nach Pew), danach die Generation Z (ab 1997 nach Pew), die Generation Alpha und die Generation Beta. Für Alpha und Beta gibt es keine Pew-Jahrgänge. Die Jahre 2010-2024 für Alpha und 2025-2039 für Beta stammen vom Forschungsinstitut McCrindle und sind ein Modell. Beim Ende der Generation Z unterscheiden sich die Modelle: McCrindle nennt 1995-2009, Pew legt nur den Beginn bei 1997 fest.
Quellen
- Pew Research Center: Where Millennials end and Generation Z begins, 17.01.2019
- Pew Research Center: How Pew Research Center will report on generations moving forward, 22.05.2023
- McCrindle: The Generations Defined und Generation Beta Defined
- mpfs: JIM-Studie 2025, Pressemitteilung November 2025
- Statistisches Bundesamt (Destatis): Geburten, Pressemitteilung Nr. 230 vom 01.07.2026 (Väter: bezogen auf das erste Kind der Mutter)
Stand der Quellen: Abruf 01.11.2026. Die Altersangaben sind eigene Rechnungen (Kalenderjahr minus Geburtsjahr).
Häufige Fragen zu Generation X
Ab wann zählt man zur Generation X?
Nach dem Pew Research Center ab dem Geburtsjahr 1965.
Welche Jahrgänge gehören zur Generation X?
Die Jahrgänge 1965 bis 1980 (Pew Research Center, 2019). Generationsgrenzen sind Konventionen; andere Quellen können abweichen.
Wie alt ist die Generation X 2026?
Im Kalenderjahr 2026 werden die Gen-X-Jahrgänge 46 bis 61 Jahre alt.
Was ist der Unterschied zwischen Generation X und den Millennials?
Der Jahrgang: Generation X umfasst 1965-1980, Millennials 1981-1996. Verhaltensunterschiede sind oft auch Unterschiede der Lebensphase (Pew Research Center, 2023).
Was kommt nach der Generation X?
Die Millennials (Generation Y), dann Generation Z, Generation Alpha und Generation Beta.
Sind Gen-X-Eltern eine Zielgruppe für Familienmarketing?
Ja, vor allem wenn die Familie Schulkinder, Teenager oder junge Erwachsene umfasst. Wie stark Eltern in die Kaufentscheidung eingreifen, hängt vom Produkt und vom Alter der Kinder ab. Für die Planung ist die Lebensphase meist aussagekräftiger als das Generationenlabel.
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Zuletzt aktualisiert: 2026-11-01