Generation Beta
Familienmarketing Lexikon · Zielgruppen
Die ab 2025 geborene Generation, die als erste vollständig in einer Welt mit alltäglich nutzbarer KI, Mixed Reality und Klimawandel-Realität aufwächst.
Was ist Generation Beta?
Generation Beta umfasst alle Kinder, die ab 2025 geboren werden - voraussichtlich bis 2039. Sie folgt auf die Generation Alpha und ist nach dem zweiten Buchstaben des griechischen Alphabets benannt. Der Begriff wurde - wie schon „Generation Alpha" - vom australischen Forschungsinstitut McCrindle geprägt.
Bis 2035 wird Generation Beta voraussichtlich rund 16 % der Weltbevölkerung ausmachen. Es ist die erste Kohorte, die das 22. Jahrhundert erleben wird - ein symbolischer Punkt, der die Tragweite des Begriffs unterstreicht.
Generation Beta auf einen Blick
- Geburtsjahre: 2025-2039 (Konvention nach McCrindle)
- Alter Mitte 2026: 0-1 Jahre
- Eltern-Generationen: mehrheitlich Millennials und ältere Gen Z
- Vorgänger: Generation Alpha (2010-2024)
- Prägende Technologien: generative KI, Mixed Reality, Health Tech
Wann beginnt Generation Beta - und wann endet sie?
Die gängige Definition setzt den Start auf Januar 2025. Das Ende wird in der Regel auf 2039 datiert. Wie immer bei Generationenmodellen ist die exakte Grenze eine Konvention - ältere Mitglieder der Gen Beta werden viele Eigenschaften mit jüngeren Gen-Alpha-Kindern teilen.
Was prägt Generation Beta?
Sechs strukturelle Faktoren werden die Lebenswelt der Gen Beta prägen:
- KI als selbstverständlicher Co-Pilot: Anders als Gen Alpha, die KI als neues Werkzeug erlebt, wächst Gen Beta in eine Welt hinein, in der generative KI in Lernen, Spielen, Mobilität und Haushalt vorausgesetzt wird.
- Mixed Reality als Normalität: Smart Glasses, AR-Brillen und immersive Klassenzimmer werden in der frühen Kindheit von Gen Beta zur Standard-Schnittstelle.
- Klimawandel als gelebte Realität: Gen Beta erlebt die Folgen des Klimawandels von Geburt an - Hitzewellen, Migrationsbewegungen, Veränderungen im Konsum. Nachhaltigkeit ist kein Marketing-Hook, sondern Hygienefaktor.
- Demografische Verschiebung: In Deutschland und vielen DACH-Ländern wächst Gen Beta in einer Gesellschaft mit deutlich höherem Durchschnittsalter auf - kleinere Familien, mehr Großelternzeit, weniger Geschwister.
- Hybrid-Familien: Patchwork, alleinerziehende Eltern, Regenbogenfamilien und Mehr-Generationen-Haushalte sind Normalität - nicht Ausnahme.
- Health Tech ab dem ersten Atemzug: Wearables, kontinuierliche Gesundheits-Tracking-Apps und KI-gestützte Pädiatrie begleiten die Generation von Geburt an.
Was bedeutet das für Familienmarken?
Für Marketing-Entscheider:innen ist Gen Beta noch keine direkte Kaufzielgruppe - aber die Marken-Codes, die in der frühen Kindheit etabliert werden, prägen Loyalitäten bis weit in die 2050er-Jahre. Drei Implikationen:
- Eltern zuerst - jetzt die Millennials und ältere Gen Z: Die heutigen Eltern von Gen-Beta-Kindern sind zu großen Teilen Millennials und ältere Gen Z. Wer Gen Beta erreichen will, muss zunächst diese Eltern verstehen - ihre Werte, Kanäle und Entscheidungslogik.
- KI-Touchpoints mitdenken: Sprachassistenten, Chatbots und KI-Tutoren werden für Gen Beta die erste Schnittstelle zu vielen Marken sein. Markenkonsistenz auf diesen Touchpoints wird strategisch.
- Purpose ist Pflicht, nicht Bonus: Eine Generation, die mit Klimakrise und Verteilungsfragen aufwächst, wird Marken ohne klare Haltung früher abstrafen als jede Generation zuvor.
Generation Beta im FACT FAMILY Panel
Empirisch belastbare Forschung zu Gen Beta steht noch am Anfang, weil die ältesten Mitglieder erst Kleinkindalter erreichen. Belastbar sind heute vor allem Daten über ihre Eltern und das Lebensumfeld. Im FACT FAMILY Panel mit über 30.000 Mitgliedern beobachten wir diese Eltern-Kohorte seit 2024 systematisch. Drei Datenpunkte, die für die Planung relevant sind:
- 76 % der Haushaltsentscheider:innen in Familien mit Kindern bis 14 Jahren stammen aus der Millennial- und Gen-Z-Kohorte - also den Eltern der heutigen Gen Beta.
- Über 25 Jahre Erfahrung in der Familienforschung erlauben es uns, Generationenübergänge im Längsschnitt zu vergleichen - von Gen Y über Gen Z und Alpha bis zur jetzt startenden Gen Beta.
- 1.000+ Projekte für Familienmarken zeigen ein wiederkehrendes Muster: Markencodes, die in den ersten Lebensjahren etabliert werden, tragen deutlich länger als später aufgebaute.
Wir nutzen das Panel, um zwei Fragen für Marken zu beantworten: Wie verändert sich die Eltern-Kohorte in den nächsten 24 Monaten? und Welche Markenkontakte werden für die Gen-Beta-Kinder strukturell prägend?
Praxis-Implikationen für Branchen
Wo Gen Beta jetzt schon eine Rolle in der Markenplanung spielt:
- FMCG-Familienmarketing - Baby- und Kleinkindprodukte, Ernährung, Pflege.
- Pharma & Gesundheit - Pädiatrie, Vorsorge, Eltern-Edukation.
- Medien & Entertainment - Frühkindliche Audio-Formate, Eltern-Kind-Streaming.
Weiterlesen
- Generation Beta vs. Generation Alpha: Die wichtigsten Unterschiede für Marken
- Eltern der Generation Beta: Wer Millennials und Gen Z heute als Familien-Zielgruppe ausmacht
- Generation Beta startet 2025 - und braucht jetzt schon einen neuen Namen
Häufige Fragen zu Generation Beta
Was ist Generation Beta?
Generation Beta umfasst alle Kinder, die ab Januar 2025 geboren werden - voraussichtlich bis 2039. Sie folgt auf Generation Alpha und ist die erste Kohorte, die vollständig in einer Welt mit alltäglich nutzbarer KI, Mixed Reality und gelebter Klimakrise aufwächst.
Wann beginnt Generation Beta?
Generation Beta umfasst alle Menschen, die ab Januar 2025 geboren werden. Sie folgt direkt auf die Generation Alpha (2010-2024).
Bis wann reicht Generation Beta?
Die gängige Definition setzt das Ende bei 2039 an. Damit umfasst Generation Beta einen Zeitraum von 15 Jahren - ähnlich wie ihre Vorgängergenerationen.
Was kommt nach Generation Alpha?
Auf Generation Alpha (2010-2024) folgt Generation Beta (ab 2025). Der Name folgt dem griechischen Alphabet, das nach „Alpha" mit „Beta" weitergeht.
Wie unterscheidet sich Generation Beta von Generation Alpha?
Generation Alpha wuchs mit Smartphones und Tablets auf, KI war noch ein neues Werkzeug. Generation Beta wächst in eine Welt hinein, in der generative KI, Sprachassistenten und Mixed-Reality-Devices Standard sind. Hinzu kommen Klimakrise als Alltagserfahrung und hybride Familienmodelle als Normalität.
Was prägt Generation Beta?
Vor allem sechs Faktoren: alltägliche generative KI, Mixed Reality als Standard-Schnittstelle, Klimawandel als gelebte Realität, demografische Verschiebung, hybride Familienmodelle und kontinuierliches Health Tracking ab Geburt.
Wer sind die Eltern der Generation Beta?
Mehrheitlich Millennials (Jahrgänge 1981-1996) und ältere Mitglieder der Generation Z (1997-2005). Diese Eltern-Kohorten sind digital-affin, werteorientiert und nutzen primär Instagram, TikTok und Podcasts für Kaufentscheidungen.
Wie viele Menschen wird Generation Beta umfassen?
Bis 2035 wird Generation Beta laut Schätzungen von McCrindle rund 16 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen. Sie wird die erste Generation sein, deren ältere Mitglieder das 22. Jahrhundert erleben.
Wie können Marken sich auf Generation Beta vorbereiten?
Zwei Hebel sind heute relevant: Erstens die Eltern (Millennials, junge Gen Z) heute überzeugen, denn sie prägen die ersten Markenkontakte ihrer Kinder. Zweitens Markenpräsenz auf KI-Touchpoints (Sprachassistenten, Chatbots, KI-Tutoren) strategisch aufbauen - sie werden für Gen Beta die erste Schnittstelle zu Marken sein.
Welche Daten gibt es heute schon zu Generation Beta?
Direkte Daten zu den Kindern sind noch begrenzt - die ältesten sind erst im Kleinkindalter. Belastbar sind Daten über die Eltern-Kohorte, das Lebensumfeld (Mediennutzung der Familie, Kita, Konsum) und strukturelle Faktoren. Im FACT FAMILY Panel mit über 30.000 Mitgliedern beobachten wir diese Eltern systematisch seit 2024.
Verwandte Begriffe
- Generation Alpha – Die ab 2010 geborene Generation, die als erste vollständig mit KI, Smart Devices und Streaming aufwächst - und bis 2025 über zwei Milliarden Menschen weltweit umfasst.
- Generation Z Marketing – Marketing für die zwischen 1997 und 2012 geborene Generation, die Social Media als primären Informationskanal nutzt.
- Millennials – Die zwischen 1981 und 1996 geborene Generation Y - heute die größte Eltern-Generation im DACH-Raum und damit die zentrale Zielgruppe im Familienmarketing.
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Zuletzt aktualisiert: 2026-06-03