Deutsche Teenager interessieren sich häufig für Politik!

Malte Pingel · 2023-03-22

In puncto Politik haben deutsche Teens im Vergleich mit Großbritannien, China und den USA die Nase vorn!

TL;DR

59 % der deutschen Teenager finden politisches Engagement wichtig, 58 % sind mit dem politischen System unzufrieden.

63 % misstrauen Politiker:innen - das Engagement ist trotzdem höher als in den USA und Großbritannien.

Politische Information läuft überwiegend über Social Media, im Schnitt an 3,7 Tagen pro Woche.

Ein Jahrgang zwischen Interesse und Misstrauen

59 % der Teenager finden es wichtig, sich politisch zu engagieren. 58 % sind mit dem politischen System in Deutschland aber nicht zufrieden. 63 % misstrauen den Politikern. Das politische Engagement unter deutschen Teenagern ist dennoch höher als in den USA und Großbritannien.

Diese Kombination ist bemerkenswert: Nicht Desinteresse prägt die Generation, sondern eine kritische Haltung gegenüber Institutionen bei gleichzeitig hoher Bereitschaft, selbst aktiv zu werden.

Social Media als politischer Informationsraum

Einer Statista-Umfrage zufolge nutzen die meisten Jugendlichen soziale Medien, um sich politisch zu informieren - durchschnittlich 3,7 Tage pro Woche. Politische Meinungsbildung findet damit in denselben Feeds statt wie Unterhaltung und Werbung. Für Marken heißt das: Der Kontext, in dem eine Anzeige ausgespielt wird, ist selten neutral.

Was das für Markenkommunikation bedeutet

Haltung wird geprüft, nicht geglaubt. Jugendliche recherchieren Aussagen nach. Wer Position bezieht, braucht Belege im eigenen Handeln.

Kein Themen-Trittbrettfahren. Kurzfristige Kampagnen zu politischen Anlässen werden schnell als opportunistisch erkannt.

Beteiligung schlägt Belehrung. Formate, die Jugendlichen eine Stimme geben, wirken glaubwürdiger als Appelle.

Eltern beobachten mit. In Familienmärkten entscheidet oft die elterliche Bewertung darüber, ob eine Kampagne akzeptiert wird.

Wie sich Haltung, Zielgruppe und Kommunikation zusammenbringen lassen, erarbeiten wir in der Unit Strategy .

FAQ

Sollten Marken sich politisch positionieren?

Nur dann, wenn das Thema zum Kerngeschäft passt und die Position auch intern gelebt wird. Andernfalls überwiegt das Risiko.

Wie erreicht man politisch interessierte Jugendliche?

Über die Plattformen, auf denen sie sich ohnehin informieren - mit sachlicher, klar gekennzeichneter Kommunikation.

Ist das Misstrauen ein Problem für Marken?

Es ist vor allem ein Maßstab. Wer transparent kommuniziert, profitiert von der kritischen Grundhaltung eher, als dass er darunter leidet.

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