Forsa-Umfrage zeigt aktuelles Stimmungsbild in Familien!

Malte Pingel · 2023-03-09

Die Bepanthen Kinderförderung hat über 1.000 Eltern gebeten, einzuschätzen, wie zufrieden ihre Kinder im Alter von 6 bis 16 Jahren sind.

TL;DR

86 % der Eltern erleben ihre Kinder als zufrieden mit sich und dem eigenen Leben.

Jedes vierte Elternteil blickt pessimistisch in die Zukunft; Kinder sorgen sich um Umwelt, Krieg und Klima.

Gleichzeitig berichten Eltern von hohem Selbstvertrauen und Grundvertrauen ihrer Kinder.

Zufriedenheit trotz Krisenlage

Trotz der Krisen der letzten Jahre erlebt die Mehrheit der Eltern (86 %) ihren Nachwuchs zufrieden mit sich selbst und dem eigenen Leben. Das ist bemerkenswert, weil öffentliche Debatten über Kindheit meist von Belastung und Defiziten geprägt sind.

Wovor Kinder Angst haben

Allerdings schaut auch jedes 4. Elternteil pessimistisch auf die Zukunft - Kinder haben Angst vor:

Umweltverschmutzung (49 %)

einem Kriegsausbruch in Deutschland (45 %)

dem Klimawandel (43 %)

einer Bedrohung oder einem Angriff (37 %)

Selbstvertrauen als Gegengewicht

Generell haben Kinder den Meinungen ihrer Eltern nach Selbstvertrauen: 65 % der Eltern sagen, Pläne und Ziele zu verwirklichen fällt ihnen leicht. 73 % gaben an, ihr Nachwuchs habe Vertrauen in Mitmenschen. Zusammen ergibt sich ein Bild, das weder Sorglosigkeit noch Resignation zeigt, sondern realistische Zuversicht.

Was das für Marken bedeutet

Keine Angstkommunikation. Familien sind mit Krisenthemen ausreichend konfrontiert; Marken sollten Entlastung bieten.

Zuversicht statt Beschwichtigung. Glaubwürdig ist, wer Probleme benennt und konkrete Beiträge zeigt.

Nachhaltigkeit belegen. Umweltsorgen sind bei Kindern präsent - unbelegte Versprechen fallen auf.

Alltag ernst nehmen. Kleine Erleichterungen wirken stärker als große Botschaften.

Aktuelle Stimmungsbilder erheben wir laufend über unser FACT FAMILY Panel .

FAQ

Wie belastbar sind Elternangaben über Kinder?

Sie geben die Wahrnehmung der Eltern wieder. Für ein vollständiges Bild sollten Kinder zusätzlich direkt befragt werden.

Wie sollten Marken mit Zukunftsängsten umgehen?

Sachlich, altersgerecht und ohne die Sorge für Werbezwecke zu instrumentalisieren.

Was ist die wichtigste Erkenntnis?

Familien sind widerstandsfähiger, als die öffentliche Debatte nahelegt - Kommunikation darf das anerkennen.

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