Kinder machen Marke: woom gründet internationales Kids Advisory Board
Ingo Keßler · 2026-03-25
Der Kinderfahrradhersteller woom lässt Kinder über Kampagnen, Storytelling und Markenbotschaften mitentscheiden. Was Familienmarken im DACH-Raum davon lernen können.
TL;DR
woom gründet ein internationales Kids Advisory Board – Kinder beraten das Unternehmen zu Storytelling, Kampagnen und Markenbotschaften
Parallel startet die globale Kampagne „enjoy the ride“, die das Aufwachsen als Reise voller Meilensteine erzählt
Der Ansatz geht über klassische Produkttests hinaus: Kinder werden zu Co-Creators der Marke
Für Familienmarken im DACH-Raum liefert woom eine Blaupause für partizipatives Marketing mit echtem Kinder-Input
Was woom mit dem Kids Advisory Board vorhat
Der österreichische Kinder- und Jugendfahrradhersteller woom hat ein internationales Kids Advisory Board ins Leben gerufen. Das Gremium bringt Kinder unterschiedlicher Altersgruppen und Lebenswelten zusammen, die das Unternehmen in Workshops und kreativen Sessions zu Storytelling, Kampagnenideen und Markenbotschaften beraten.
Der entscheidende Unterschied zu klassischen Produkttests: Die Kinder gestalten nicht nur Produkte, sondern die gesamte Markenwelt mit. Social-Media-Einblicke zeigen die Zusammenarbeit – von direkten Fragen an den CEO bis zu Testrides aus Kinderperspektive.
„Mit dem Kids Advisory Board geben wir Kindern eine Stimme. Sie beraten uns auf Augenhöhe und bringen ihre unverfälschten Ideen direkt in unsere Markenwelt ein.“
Bernd Hake, CEO von woom – Quelle: Spielwarenmesse Magazin
Die Kampagne „enjoy the ride“: Aufwachsen als Reise
Parallel zum Kids Advisory Board startet woom die internationale Markenkampagne „enjoy the ride“ . Sie bildet die inhaltliche Klammer über das gesamte Portfolio und erzählt das Aufwachsen als eine Reise voller Meilensteine – von den ersten wackeligen Metern bis zur selbstständigen Ausfahrt.
Die Kampagne fängt die Momente ein, die Radfahren für Kinder besonders machen: den Wind im Gesicht, den Stolz über den ersten erklommenen Hügel, das Gefühl von Unabhängigkeit und Freiheit .
„Vom ersten Meter bis zum Pre-Teen-Abenteuer: Wir begleiten Familien nicht nur, wir übergeben den Kids das Mikrofon.“
Nicole Lunzer, VP of Brand bei woom – Quelle: Spielwarenmesse Magazin
Warum partizipatives Marketing mit Kindern funktioniert
woom zeigt mit dem Kids Advisory Board einen Ansatz, der über oberflächlichen „Kinder-als-Testimonial“-Einsatz hinausgeht. Wenn Kinder strukturiert in strategische Entscheidungen eingebunden werden, entstehen drei zentrale Vorteile:
Authentizität: Inhalte, die aus echtem Kindererleben entstehen, wirken glaubwürdiger als inszenierte Kampagnen
Relevanz: Kinder erkennen intuitiv, ob eine Marke ihre Lebensrealität widerspiegelt – oder an ihr vorbeikommuniziert
Langfristige Bindung: Wer Kinder als Co-Creators einbindet, baut emotionale Markenbeziehungen auf, die über Produktzyklen hinaus bestehen
CEO Bernd Hake betont: Das Board sei „kein Marketing-Tool, sondern eine strategische Instanz“. Die Ehrlichkeit der Kinder stelle sicher, dass woom „Grenzen weiter verschiebt“.
Was Familienmarken im DACH-Raum daraus lernen können
1. Kinder als strategische Berater ernst nehmen
Viele Marken nutzen Kinder für Produkttests oder als Gesichter in Kampagnen. woom geht weiter: Kinder beraten zu Markenstrategie, Storytelling und Kommunikation . Für Familienmarken bedeutet das, Partizipation nicht als PR-Maßnahme zu verstehen, sondern als echten strategischen Input.
2. Von der Produktmarke zur Erlebnismarke
Die Kampagne „enjoy the ride“ zeigt: Starke Familienmarken verkaufen keine Produkte, sondern Erlebnisse und Meilensteine . Wer Eltern und Kinder…